115 Jahre Firmengeschichte

Im Herzen Europas, nämlich in Berlin, fertigt die Firma Robert Karst GmbH & Co. KG für ihre Kunden elektrotechnische Bauelemente. Es ist schon etwas Besonderes in der Branche, auf eine weit über 100jährige Firmentradition zurückblicken zu können. Während viele bekannte Unternehmen aus der Anfangszeit des Fernsehens nur noch Legende sind, hat ROKA es verstanden, sich durch kreative und innovative Lösungen am Markt zu behaupten.

Mittlerweile schon in fünfter Generation, führt die Inhaberfamilie das Unternehmen, getreu dem Motto „Flexibilität und schnelle Entscheidungen sichern zufriedene Kunden und somit den dauerhaften Erfolg“. Wir zeigen Ihnen hier die Entwicklung, die dieses Unternehmen in der wechselvollen Geschichte der letzten gut 100 Jahre genommen hat.

1901

Am 22. Juli 1901 meldet der Kaufmann Robert Karst die Firma als Großhandel für Metallwaren an. Eine Produktion für Stahl- und Metallwaren wird in der Alte-Jakob-Str. 23-24 in Berlin-Kreuzberg aufgebaut.

20er

Mit Beginn des Radiozeitalters spezialisiert sich das Unternehmen immer mehr auf die Entwicklung und Fabrikation von Bauteilen und Zubehör. Für dieses neue Medium wird das Warenzeichen „ROKA“ (RObert KArst) angemeldet.
Zukunftsmedium „Bildfunk“: drahtlose Übertragung von Bildern über das Radio-Signal; ein Vorläufer des „Fernsehens“. ROKA ist Hersteller aller Komponenten der Empfänger „Fultograph“ und „Radiolytteren“.

30er

Bald runden Antennen und Detektor-Radios das Produktionsprogramm ab. Verkaufsschlager: ROKA PIKKOLO, damals das kleinste (Detektor-)Radio der Welt. Zusätzlich werden batteriebetriebene Uhren in die Produktionspalette aufgenommen.
Kapazitätserweiterung durch einen weiteren Standort in der Alexandrinenstrasse in Kreuzberg.

40er

Betriebsstätten weitgehendst zerstört durch Fliegerangriffe. Nach Kriegsende folgt die Demontage noch intakter Produktionsanlagen. Trotz dieser großen Verluste wird aber schon bald mit dem Wiederaufbau der Firma in der Gneisenaustraße 27 in Kreuzberg begonnen.
Als die „Internationale Industriemesse Hannover“ 1949 zum ersten Mal ihre Tore öffnet, ist ROKA mit einem eigenen Stand vertreten.

50er

ROKA fertigt Steckerverbinder für verschiedenste Anwendungen, Sicherungselemente und ähnliche Bauteile für Radiogeräte. Das Fernsehen wird immer populärer, auch ROKA setzt auf das neue Medium.
Besonders im Bereich der Fernsehantennen werden ROKA verschiedene Patente erteilt. Genial und einfach: die Entwicklung der patentierten Abstandsisolatoren „Große und Kleine Berliner“, die man zur Installation der Fernsehantennen mit dem damals üblichen Flachbandkabel benötigt.
Später, als man dann abgeschirmte Koaxial-Leitung einsetzt, werden passende Kabelschellen aus schlagfestem Kunststoff und mit fest eingedrücktem Stahlnagel entwickelt und patentiert. ROKA-Schellen: ein Verkaufsschlager in Europa und Übersee.

60er

Kofferradios und tragbare Fersehgeräte werden in Deutschland und Europa immer beliebter. Auch hier wirkt ROKA an der Entwicklung von Bauteilen maßgeblich mit und liefert vor allem große Mengen von Zimmer- und Dachantennen.
In Zusammenarbeit mit dem Normenausschuss entwickelt ROKA diverse Schaltbuchsen und Stecker, die dann zur DIN-Norm werden.
Steckverbinder für Labor- und Messtechnik ergänzen das Lieferprogramm.
Ein neues Verwaltungsgebäude wird in der Gneisenaustraße errichtet.

70er

In die Produktion werden jetzt konfektionierte Leitungen für Antennen- und Fremdspeisungsanschlüsse aufgenommen.
Netzgeräte, Lichtsteuergeräte (= Lichtorgeln und Stroboskop-Lampen für die private Disko) und ein großes Sortiment an SB-verpackten Zubehörteilen erschliessen neue Abnehmerkreise.

80er

Die Produktion von Unterhaltungselektronik in Europa ist rückläufig. Aus Kostengründen werden ganze Produktionslinien nach Asien verlagert.
ROKA erschließt sich als neuen Absatzmarkt die Automobilindustrie und entwickelt auf Basis des in den vergangenen Jahrzehnten gewonnenen Know-Hows erste Kfz-Antennensteckverbinder und Adapterlösungen.

90er

Innovative Ideen, Mitarbeit in Norm-Ausschüssen und kundenspezifische Entwicklung helfen ROKA, als Zulieferer der Automobilindustrie Fuß zu fassen. Das bestehende Qualitätsmanagementsystem wird nach DIN EN ISO 9001, ergänzt gem. VDA 6, Teil 1 (Zusatz der Automobil-Branche), zertifiziert.
Mit mehrpoligen Anschlusskästen für den Anschluß von Infotainmentkomponenten an das fahrzeugseitige Bordnetz und geräteseitigen, teilweise mehrfachen Antenneneingängen weitet ROKA sein Sortiment aus und wächst weiter.

2000er

ROKA arbeitet im „Facharbeitskreis Automobil“ (FAKRA) mit und ist maßgeblich an der Entwicklung eines neuen, herstellerübergreifenden Antennensteckverbindersystems beteiligt, welches heute als DIN 72594 bzw. ISO 20860 standardisiert ist und weltweit eingesetzt wird.
Dank innovativer Fertigungstechniken wird ein Preis-/Leistungsverhältnis erreicht, das die Freigabe bei führenden Automobilherstellern ermöglicht.
ROKA durchläuft erfolgreich das Zertifizierungsverfahren nach ISO/TS 16949, die auf der ISO 9001 basiert, aber etliche Zusatzforderungen der Automobilindustrie enthält und daher weltweit von allen Fahrzeugherstellern anerkannt wird.

2010er

ROKA FAKRA-Steckverbinder werden von der Automobilindustrie für Anwendungen bis 6 GHz freigegeben.
2012 präsentiert ROKA auf der Electronica in München seine neue Linie von HSD-Steckverbindern und bietet damit eine Lösung für die schnelle Übertragung immer größerer, digitaler Datenmengen im Fahrzeug an.

Um die Produktionskapazität weiter erhöhen zu können, erfolgt Juni 2013 der Umzug in die Motzener Strasse 22. Nun stehen 10.000m² Produktionsfläche zur Verfügung und auch ausreichend Möglichkeit, diese noch zu erweitern.

2016

115-jähriges Firmenjubiläum mit

  • eigener Entwicklungsabteilung
  • eigenem Werkzeug-, Stahlformen- und Sondermaschinenbau
  • modernstem Maschinenpark
  • effizientem Management
  • und nicht zuletzt auch den hoch qualifizierten und motivierten Mitarbeitern

kann ROKA auch die Zukunft optimistisch und vertrauensvoll angehen.